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Der Wandel der Arbeitswelt

Die Arbeitswelt unterliegt einem ständigen Wandel. Neue Entwicklungen in der Welt der Arbeit (z.B. Digitalisierung, flexible Arbeitsformen) stellen zunehmend komplexe Anforderungen an die Gesundheit von Führungskräften und Beschäftigten.
Auch unser Verständnis von Gesundheit ist nicht statisch. Wir wenden uns zunehmend von dem klassischen Verständnis von Krankheit und Gesundheit ab und überlegen, wie Arbeit ganzheitlich gesundheits- und sinnstiftend sein kann. Dabei sind Wellbeing, Gesundheit und Produktivität keine getrennten Konstrukte, sondern Teil eines großen Ganzen.
Hierbei ist eine ganzheitliche Betrachtung des Menschen und seiner Lebenswelten durch eine partizipative, human-zentrierte und interdisziplinäre Herangehensweise essentiell. Dabei muss auch die zunehmende Diversität in der Arbeitswelt, welche unter anderem durch den demografischen Wandel und Migration angetrieben wird, mitgedacht werden.

Kollaborationen & Big Data
Der Transfer von Forschungserkenntnissen in Unternehmen, Gesellschaft und Politik liegt uns besonders am Herzen. Deshalb arbeiten wir eng mit verschiedenen Partner*innen aus der Praxis zusammen. Dazu zählen Unternehmen aus diversen Branchen, gesetzliche Unfalls- und Krankenkassen, Vertreter*innen der Politik, überbetriebliche Dienstleister, Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretungen und andere Forschungsinstitute.
Die Zusammenarbeit mit verschiedenen Stakeholder*innen ermöglicht uns nicht nur, verschiedene Perspektiven in unserer Forschung zusammenzubringen, das Institut hat dadurch auch Zugriff auf einzigartige Datenquellen. Ein großer Fokus des Institutes liegt aktuell darauf, wie die großen Datenquellen, welche in der Arbeitsmedizin häufig vorliegen, genutzt werden können, um damit mit KI und anderen Methoden einen realen Impact zu haben.
Künstliche Intelligenz

Ein Hauptziel des Instituts für Arbeits-, Sozial- und Präventivmedizin ist die Implementierung neuer Technologien in der Arbeitsmedizin und dem Forschungsalltag. Dabei haben wir einen besonderen Fokus auf das Themenfeld der künstlichen Intelligenz.
Im Bereich der KI exploriert das Institut aktuell ein breites Spektrum an Methoden. Darunter netzwerkbasierte Ansätzte, Natural Language Processing (NLP), Largue-Language-Modells (LLMs) und Computer-Vision-Verfahren.
KI ermöglicht es uns dabei:
- Die effiziente Analyse großer Datenmengen und Erkennung von Mustern
- Die Berücksichtigung vielfältiger Datenquellen zur genauen Risikobewertung
- Die Entwicklung passgenauer arbeitsmedizinischer Maßnahmen
- Die frühzeitige Erkennung gesundheitsförderlicher und gesundheitsschädigender Trends

Methodisches Spektrum
Unser Ziel mit der Nutzung innovativer Technologien ist es, die sich verändernde Gesellschaft, Arbeits- und Umwelt im Sinne der arbeitsmedizinischen Forschung proaktiv zu begleiten, mitzugestalten und die Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz zu verbessern.
Neben dem Fokus auf KI exploriert das Institut ein großes Spektrum an innovativen Methoden. Darunter EEG, virtuelle Realität (VR), erweiterte Realität (AR), Biomonitoring und Bildverarbeitung.
Das Institut ist in diversen Gremien und Forschungsprojekten tätig, weshalb es immer wichtig ist, die richtige Methodik für jede Fragestellung zu entwickeln.
Aktuelles
Über das Institut

Auch im Institut selbst findet ein Wandel statt. Am 01.04.2023 ging Herr Prof. Dr. med. Ernst Hallier nach 26 Jahren als Direktor des Instituts für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Medizinischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen in den wohlverdienten Ruhestand. Wir danken ihm herzlichst für seine exzellente Expertise und sein enormes Engagement.
Frau Dr. med. Sabine Zeddies hatte seit dem 01.04.2023 die kommissarische Leitung des Instituts inne. Auch ihr danken wir sehr für Ihre Expertise.
Ab dem 01.10.2024 übernahm Frau Prof. Dr. med. Susanne Völter-Mahlknecht die Institutsleitung. Das Institut wird umbenannt in das Institut für Arbeits-, Sozial- und Präventivmedizin und erhält neben dem Standort in Göttingen auch einen Standort in Wolfsburg.
Neben unseren Forschungsaktivitäten ist uns zudem die Vermittlung von arbeitsmedizinischem Wissen an Studierende und angehende arbeitsmedizinische Fachärzt*innen ein großes Anliegen. In Kooperation mit dem Studiendekanat ist dieses Institut für den Lehrauftrag in den Fächern Arbeitsmedizin und Sozialmedizin und in den Querschnittsbereichen Gesundheitsökonomie und -system (Q3) sowie Klinische Umweltmedizin (Q6) zuständig. Ein weiterer Schwerpunkt sind Politikberatung und Gremientätigkeiten.

Kontaktinformationen
- E-Mail-Adresse: susanne.voelter-mahlknecht(at)med.uni-goettingen.de
- Fachärztin für Arbeitsmedizin
- Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten
- Mitglied des Ausschusses für Arbeitsmedizin (AfAMed) des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS)
- Weiterbildungsermächtigung für den Facharzt "Arbeitsmedizin" (Ärztekammer Berlin)
- Mitglied der Sachverständigenkommissionen beim Institut für Medizinische und Pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP)
- Vorstandsmitglied der Fachgesellschaft DGAUM (Deutschen Gesellschaft für Arbeits- und Umweltmedizin)
- Mitglied des AG "Zukunft der Arbeit nach Corona" der Leopoldina - Working Group "future of work"
- Mitglied des Ehrenrats der DGAUM
Kontaktinformationen
- Telefon: +49 551 3964850
- Telefax: +49 551 3964849
- E-Mail-Adresse: iasp(at)med.uni-goettingen.de
- Mo-Do 09:00-11:30 und 13:00-15:00 Uhr
- Fr 09:00-12:00 Uhr
Kontaktinformationen
- E-Mail-Adresse: cedric.donati(at)med.uni-goettingen.de


