Virtuelle Arbeit kann eine Ressource für die Gesundheit darstellen, aber auch mit neuen Herausforderungen für Beschäftigte und betriebsärztliches Handeln einhergehen.

Für die betriebsärztliche Betreuung dieser Beschäftigten greifen aktuelle Arbeits- und Gesundheitsschutzlösungen teilweise nicht, außerdem sind diese Beschäftigten für Betriebsärzt*innen oft nicht sichtbar Es gibt auch einen Mangel an evidenzbasierten digitalen Tools.

BAKI adressiert diese Forschungslücken mit der Frage, wie betriebsärztliches Handeln im Setting virtueller Teams digital und evidenzbasiert unterstützt werden kann. Dafür werden zwei neue Tools entwickelt:

BAKI-AI

Credit: https://www.vecteezy.com/members/chaylek

Ein digitales lernendes Assistenzsystem. Das System erfasst multimodal erhobene, körperliche, psychische, soziale, organisatorische und technische Daten virtuell Beschäftigter, analysiert und lernt aus diesen, um Prädiktoren gesundheitsrelevanter Outcomes zu identifizieren und vorherzusagen.

Das System wird dabei auch individuelle Ressourcen- und Gefährdungsprofile erstellen. Diese Profile sollen Beschäftigten Feedback über ihre eigene Arbeitsumgebung, gesundheitliche Chancen- und Risikofaktoren aufzeigen und ihnen damit helfen, sich besser auf Gespräche mit Betriebsärzt*innen vorzubereiten.

BAKI-Social

Credit: https://www.vecteezy.com/members/siewwy84843014

Eine digitale Interaktionsplattform. Hier werden Möglichkeiten der Telemedizin wie z. B. social Virtual Reality (VR) und Chatbots exploriert, um mittels digitaler sozialer Räume die Sichtbarkeit von digitalen Mitarbeitenden zu verbessern und den Zugang für Betriebsärzt*innen und Maßnahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) im Setting virtueller Teams zu stärken.

Methodik

Die Entwicklung des Assistenzsystems stützt sich auf einen Multimethod-Ansatz, in dem Methoden der Arbeitsmedizin, Psychologie, Data-Science und Mensch-Computer-Interaktion angewendet werden.

Der Einsatz des Systems zur Unterstützung des betriebsärztlichen Handelns bei virtuell Arbeitenden soll:

  1. spezifische Belastungen, Beanspruchungen und Ressourcen virtuell Arbeitender identifizieren,
  2. Ressourcen- und Gefährdungsprofile ableiten, um virtuell Arbeitende individuell präventiv- und gesundheitsförderlich zu unterstützen,
  3. BGM-Maßnahmen individuellen Ressourcen- und Gefährdungsprofilen zuordnen und Bedarfe an BGM-Maßnahmen identifizieren,
  4. Sichtbarkeit von betriebsärztlichem Wissen insbesondere der BGM-Maßnahmen und den Zugang zu Betriebsärzt*innen erhöhen sowie
  5. Potenziale und Herausforderungen des Einsatzes von künstlicher Intelligenz (KI) in der Arbeitsmedizin evaluieren.

Durch die Bildung der Nachwuchsgruppe werden interdisziplinäre Kompetenzprofile mit vielfältigen Entwicklungsmöglichleiten in zukunftsweisenden Forschungsfeldern geschaffen.

Das Projekt wird gefördert durch das Förderprogramm FoGa - Forschung zur Gesundheit in der Arbeitswelt.

Sind Sie Interessiert?

Das Projekt BAKI sucht aktuell nach Kooperationspartner*innen für die Datenerhebung. Dafür suchen wir Unternehmen, welche bereit sind, uns bei der Datenerhebung für das Projekt zu unterstützen. Dafür bieten wir eine Einbindung in das Projekt, so wie die zukünftige Nutzung von Tools, welche in dem Projekt entwickelt werden.

Haben Sie Interesse? Dann schauen Sie sich die hier verlinkten Unterlagen an, dort werden alle Anforderungen/Vorteile einer Teilnahme an dem Projekt detailliert beschrieben.

Call for Abstracts

Nach der erfolgreichen Premiere 2024 geht die KI-Werkstatt am 17. März 2026 in die zweite Runde. Gemeinsam mit der TU Dortmund, dem Lamarr-Institut und dem Research Center Trustworthy Data Science and Security laden wir erneut ein zum interdisziplinären Austausch rund um Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt - diesmal mit dem Fokus: Forschung trifft Praxis.

Kontakt

Projektleitung

Direktorin

Prof. Dr. med. Susanne Völter-Mahlknecht

Prof. Dr. med. Susanne Völter-Mahlknecht

Kontaktinformationen

    • Fachärztin für Arbeitsmedizin
    • Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten
    • Mitglied des Ausschusses für Arbeitsmedizin (AfAMed) des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS)
    • Weiterbildungsermächtigung für den Facharzt "Arbeitsmedizin" (Ärztekammer Berlin)
    • Mitglied der Sachverständigenkommissionen beim Institut für Medizinische und Pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP)
    • Vorstandsmitglied der Fachgesellschaft DGAUM (Deutschen Gesellschaft für Arbeits- und Umweltmedizin)
    • Mitglied des AG "Zukunft der Arbeit nach Corona" der Leopoldina - Working Group "future of work"
    • Mitglied des Ehrenrats der DGAUM
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Wissenschaftliche Mitarbeitende

Leon Liman

 Leon Liman

Felix Leitner

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